Kleinregion Hengist

Zertifikatsverleihung familienfreundlicheregion 2026

Die Kleinregion Hengist mit den Gemeinden Lang, Wildon, Hengsberg und Lebring-St. Margarethen hat sich am Prozess der Re-Zertifizierung als familienfreundliche Region beteiligt. Seit August 2024 wurde dieser Prozess unter der Projektleitung von Frau Judith Fürst BA MA (Landentwicklung Steiermark) begleitet. Im Rahmen eines Regionsworkshops, der am 27. 2.2025 im Hengisthaus in Wildon stattfand, wurden auf Basis von Bürger*innen- und Jugendbefragungen konkrete Maßnahmen für verschiedene Lebensphasen erarbeitet.

Gruppenfoto:
Reihe hinten: Oliver Schuster (Auditbeauftragter Lebring-St. Margarethen), Bgm. Christoph Grassmugg, Vize-Bgm. Johann Kießner-Haiden (Lebring-St. Margarethen), Bgm. Mag. Dr. Manfred Rechberger (Hengsberg)
Reihe Mitte: Mag. Dr. Karin Dullnig (ecoversum), Margit Müller (Auditassistenz Lang), Lisa Sivetz, (Jugendraum Wildon), Heidi Hüttinger (Auditbeauftragte Hengsberg), DGKP Iris-Kristin Teiner (Community Nurse)
Vordere Reihe: Judith Fürst MA (Landentwicklung Steiermark), Monika Hörmann (Auditbeauftragte Lang), Mag. Siegrun Krois-Allmer (Auditbeauftragte Wildon), Mag. Martina Roscher (Kulturpark Hengist, Auditbeauftragte Kleinregion Hengist), DGKP Elke Zweytick & DGKP Margret Scheucher (Community Nurses)

 

Ziel ist es, die Lebensqualität für Familien und Kinder nachhaltig zu verbessern. Insgesamt wurden zehn Maßnahmen definiert, darunter sowohl allgemeine als auch spezifische UNICEF-Projekte. Zu den wichtigsten familienfreundlichen Initiativen zählen die Erstellung eines regionalen Einkaufsführers, die Durchführung eines Gesundheitstages sowie der „Hengist Cup“ als sportliches Angebot für Kinder und Jugendliche.Die Umsetzung dieser Maßnahmen erfolgt gemeindeübergreifend innerhalb der nächsten drei Jahre. Voraussetzung für die Zertifizierung war die Beschlussfassung durch die Gemeinderät*innen der 4 Hengistgemeinden sowie eine externe Begutachtung.Der Abschluss in diesem Prozess war die feierliche Zertifikatsverleihung am 9. April 2026 in Linz. In den Räumlichkeiten der Energie AG Oberösterreich wurden zahlreiche Gemeinden und Regionen aus ganz Österreich für ihr Engagement im Bereich Familienfreundlichkeit ausgezeichnet.

 

Fotocredits © Harald Schlossko

Gruppenfoto: Präsident des Österreichischen Gemeindebundes, DI Bgm. Johannes Pressl, Claudia Bauer, Bundesministerin für Europa, Integration und Familie, Obmann Kleinregion Hengist+ Bgm. Mag. Dr. Manfred Rechberger, Heidi Hüttinger (Auditbeauftragte Hengsberg), Bgm. Christoph Grassmugg (Wildon), Vbgm. Johann Kießner-Haiden (Lebring-St. Margarethen) und Mag. Christoph Jünger, MBA, Geschäftsführer UNICEF Österreich

 

Neuerungen in der Kleinregion Hengist+

Am 12. Jänner 2026 fand im Sitzungssaal des Gemeindeamtes Hengsberg die Kleinregionsversammlung der Kleinregion Hengist statt. Dabei wurden mehrere richtungsweisende Beschlüsse gefasst.

Die Marktgemeinde Sankt Nikolai im Sausal ist nun offiziell Teil der Kleinregion Hengist. Die Aufnahme und die damit einhergehende Änderung der Satzung wurden einstimmig von allen 59 anwesenden Gemeinderät*innen beschlossen. Die Kleinregion Hengist umfasst damit die fünf Gemeinden Hengsberg, Lang, Lebring-St. Margarethen, Sankt Nikolai im Sausal und Wildon.

Der bisherige Kleinregionsvorsitzende und Bürgermeister Abg. z. NR Mst. Joachim Schnabel gab einen Rückblick auf 17 Jahre erfolgreiche kommunale Zusammenarbeit – von der Abfallwirtschaft über den Hengist Gulden bis hin zur familienfreundlichen Region oder den Community Nurses, um nur einige gemeinsam umgesetzte Projekte zu nennen. 

Seit der Gründung im Jahr 2009 hat sich die Hengistregion kontinuierlich weiterentwickelt. Arbeitsgrundlage war und ist ein umfassendes kleinregionales Entwicklungskonzept (KEK) mit einem klaren Maßnahmenkatalog und der gemeinsamen Vision die Hengistregion als lebenswerte Region um den Buchkogel zu positionieren. 

Mit dem nun beschlossenen KEK Hengist 2030+ wird ein neues Kapitel aufgeschlagen. Es ist ein gemeinsamer strategischer Kompass für die kommenden Jahre. Als erste Region in der Steiermark wird die Zusammenarbeit konsequent an der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und ihren 17 Nachhaltigkeitszielen ausgerichtet. Ein klares Bekenntnis zu einer Entwicklung, die ökologische Verantwortung, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Stärke miteinander verbindet. Und es ist das Ergebnis eines intensiven 2-jährigen Beteiligungsprozesses. Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Bürger*innen haben gemeinsam Ziele formuliert, Maßnahmen entwickelt und Verantwortung übernommen. Diese breite Mitwirkung macht das Konzept tragfähig und lebendig. Fachlich begleitet wird die Kleinregion Hengist seit der Gründung von Ing.in Daniela List (ecoversum).

Auch personell gab es Neuerungen: In der konstituierenden Sitzung übergab Joachim Schnabel den Vorsitz an den Hengsberger Bürgermeister Mag.Dr. Manfred Rechberger, der ab sofort als Kleinregionsobmann fungiert. Unterstützt wird er von Bürgermeister Christoph Grassmugg (Wildon) als Stellvertreter. Die Funktion des Kassiers übernimmt Bürgermeister ÖKR Ing. Franz Labugger (Lebring-St. Margarethen). In den Prüfungsausschuss wurden DI Nicola Oczko (Lebring-St. Margarethen), Alois Zettel (Lang), Robert Pabst (Wildon), Ing. Günther Ninaus (Hengsberg) und Helmut Assl (Sankt Nikolai im Sausal) einstimmig gewählt.

In seiner Antrittsrede hob der Vorsitzende Rechberger die große Bedeutung von Austausch, Zusammenarbeit und Zusammenhalt innerhalb der Region hervor. Er betonte, den Regionsgedanken im Sinne seines Vorgängers Joachim Schnabel engagiert und zukunftsorientiert weiterzuführen ganz nach dem Motto der Kleinregion Hengist „Mut und Kreativität schaffen Lebensfreude“.

 

Community Nursing -  Unterstützung durch mobiles Diplomiertes Gesundheits- und Krankenpflegepersonal 

Wie genau kann man sich das vorstellen?
Die Community Nurses (Diplomiertes Gesundheits- und Krankenpflegepersonal für die Kleinregion Hengist) haben ihren Stützpunkt in den jeweiligen Gesundheitsservicestellen in den Gemeinden. Sie sind die zentrale Anlaufstelle zur Gesundheitsförderung und Pflege - informieren, beraten, koordinieren und unterstützen in diesen Bereichen.

Die Bevölkerung der Kleinregion Hengist kann alle Dienstleistungen, Veranstaltungen oder aktive Aktivitäten der jeweiligen Gemeinden kostenlos in Anspruch nehmen und ist in allen Gemeinden der Kleinregion in den Servicestellen des Teams Community Nursing herzlich willkommen.

Damit soll Folgendes erreicht werden:
ein langes Verbleiben im eigenen Zuhause, die Förderung von Gesundheit, Lebensqualität, Wohlbefinden und der Selbsthilfefähigkeit, die Förderung der Gesundheitskompetenz und die Unterstützung durch Vernetzung von Angeboten im Bereich Pflege und Gesundheit. Dabei wird eng mit Expertinnen und Experten der Kleinregion, wie z.B. den Hausärztinnen und Hausärzten, den Fachärztinnen und Fachärzten, Pflegeheimen, der Apotheke Wildon, tatkräftigen, ehrenamtlichen Personen und Vereinen der Region, zusammengearbeitet. Pensionistinnen und Pensionisten sollen durch einen präventiven Hausbesuch kennengelernt, und der Kontakt durch weitere gesundheitsfördernde Aktivitäten, Veranstaltungen und Vorträge aufrechterhalten werden. So kann bei beginnenden Pflegeproblemen möglichst rasch gemeinsam mit den Community Nurses zu Hause reagiert und ein qualitativer Versorgungsplan erstellt und installiert werden.

Unterstützung durch Gesundheits- und Pflegeberatung für Betroffene und Angehörige
Für Personen, die bereits beginnende Einschränkungen haben und weitere Unterstützung von Gesundheitsorganisationen benötigen, wird mit den Community Nurses gemeinsam ein Versorgungsplan erstellt.

Die Entlastung der Angehörigen ist ein wichtiger Punkt, der durch dieses Projekt gefördert werden soll. Pflegende Angehörige sollen durch die Community Nurses schnelle und individuelle Unterstützung erhalten.

Hengist-Schwerpunkt: Demenzerkrankung - Hilfe durch Community Nurse
Einige Gemeinden der Kleinregion haben bereits in der Vergangenheit einen Schwerpunkt auf eine „demenzfreundliche Gemeinde“ gesetzt. Gehirnprävention, Prophylaxe-Trainings und Demenztrainings sind in der Region daher schon länger erwünschte Bereiche. Diese sollen gemeinsam mit den Community Nurses umgesetzt werden. Ebenso ist angedacht, mit den Betroffenen einen eigenen Aktivitätskalender zu erstellen.

Wie erreiche ich die Community Nurses?
Das Community Nursing Team ist Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr telefonisch für Sie erreichbar. Servicestellen-Termine sowie Hausbesuche werden immer vorab telefonisch vereinbart.

Telefon: 0664 187 40 60
E-Mail: cn@hengist.gv.at
Homepage: www.hengist.gv.at

Aktuelle Servicestellen für Gesundheits- und Pflegeberatungen:

Lang: im Reiterhaus Nr. 7, 8403 Lang
Lebring-St. Margarethen: in der Gemeinde, im 1. Stock im Standesamt
Hengsberg: in der Gemeinde Hengsberg, in der Bibliothek im 2. Stock
Wildon: im alten Gemeindehaus am Dorfplatz 27, 8410 Weitendorf

 

 

 

 

 

 

 

Kleinregionversammlung

Am 30. September 2021 trafen sich die Verantwortlichen der Hengist-Gemeinden Hengsberg, Lang, Lebring-St. Margarethen und Wildon zur Kleinregionsversammlung.

Die seit 2009 bestehende Kooperation zog eine sehr erfolgreiche Bilanz über die vor zwölf Jahren gesteckten Ziele. So sind z.B. Kosteneinsparungen in der Abfallwirtschaft, der Hengist-Gulden als ein regionales Gutscheinsystem, die vertiefte Zusammenarbeit in der Kinderbetreuung bis hin zur ersten Familienfreundlichen Region der Steiermark für die über 10.500 Menschen in der Region umgesetzt worden.

Diese erfolgreiche Zusammenarbeit wird fortgesetzt und zu diesem Zwecke wurde ein neues Kleinregionales Entwicklungskonzept erarbeitet und in der Versammlung einstimmig beschlossen! Als Grundlage dienen die Nachhaltigkeitsziele 2030 der Vereinten Nationen. Die Bandbreite reicht von Maßnahmen zur Klimawandelanpassung über die Stärkung des Historischen Tourismus bis hin zum Thema der lokalen Pflege. Ein besonders strategisches Ziel der Region ist es, sich als Wasserstoffzentrum zu etablieren. Bereits jetzt gibt es ein Wasserstofftaxi und mit der HypTec Gmbh, einen innovativen Betrieb im Bereich der Wasserstofftechnologie. Auf Basis einer geplanten Wasserstofftankstelle sollen weitere Betriebsansiedlungen folgen.

„Mit dem neuen Entwicklungskonzept stellen wir uns den lokalen und globalen Herausforderungen unserer Zeit. Mit der UN-Agenda 2030 haben wir unsere Visionen und Ziele nachhaltig gefasst und sind wieder bereit als Region Vorreiter zu sein“, so der wiedergewählte Kleinregionsvorsitzende Abg.z.NR Bgm. Joachim Schnabel.

Am 29.11.2018 erhält die Kleinregion Hengist das staatliche Gütezeichen als "familienfreundliche Region".

Die Kleinregion Hengist geht aus dem Kulturpark Hengist hervor, den die Gemeinden Hengsberg, Lebring-St.Margarethen, Weitendorf (seit 2015 mit Wildon fusioniert) und Wildon zur Erhaltung und Erforschung von archäologischen Funden rund um den Buchkogel im Sommer 2004 gegründet haben.

Mit dem Kulturpark Hengist ist es gelungen, in interdisziplinärer Weise auf Kultur und das Brauchtum in der Region aufmerksam zu machen und diese gemeinsam mit der Bevölkerung aufrechtzuerhalten bzw. wiederzubeleben. Seit Jänner 2010 gehört auch die Gemeinde Lang zum Kulturpark Hengist.

Vorstand:
Vorsitzender: Bgm. Joachim Schnabel, Gemeinde Lang
Stellvertreter: Bgm. Christoph Grassmugg, Marktgemeinde Wildon
Kassier: Bgm. Ing. Franz Labugger, Marktgemeinde Lebring-St. Margarethen
Mitglied: Bgm. Hans Mayer, Gemeinde Hengsberg

Kontakt:
Gemeinde Lang
8406 Lang 6
gde@lang.gv.at
www.hengist.gv.at

 

Hengistgulden

Das Gutscheinsystem der Kleinregion Hengist
Ob zu Weihnachten, für Geburtstage, Jubiläen oder andere Anlässe, mit „Hengistgulden“ in unserer Kleinregion Hengist eine tolle Geschenkidee! Diese Gutscheine sind nicht nur in zahlreichen Geschäften einzulösen, sondern bieten noch weitere Vorteile für unsere Region:

Wie funktioniert der Gulden?
Die Gutscheine sind in voller Höhe einzulösen - das Auszahlen von Restgeld ist nicht möglich. Der direkte Umtausch von Gutscheinen in Bargeld (Barablöse) ist nicht möglich.

Zur Firmenliste der teilnehmenden Betriebe der Kleinregion...

 

Hengist

Als „Hengist“ bezeichnen mittelalterliche Urkunden den Höhenzug von Buchkogel, Wildoner Schlossberg und Bockberg sowie dessen westlichen Ausläufern. Im 10./11. Jahrhundert befand sich in diesem Bereich die Hengistburg als Sitz des Markgrafen der Mark an der mittleren Mur, die im Westen bis zur Koralm, im Norden bis zur Kalten Rinne bei Röthelstein, im Osten bis zur Wasserscheide zwischen Mur und Raab und im Süden bis etwa an die heutige Landesgrenze des Bundeslandes Steiermark reichte.

Dieses Territorium bildete die Keimzelle der nachmaligen Steiermark. Die Siedlungsgeschichte dieser Region an mittlerer Mur, Kainach und Laßnitz reicht – einzigartig in der Steiermark und darüber hinaus – über 6000 Jahre zurück. Sämtliche menschliche Kulturepochen sind hier, zum Teil überreich archäologisch nachweisbar. Mit dem Basaltvorkommen in Weitendorf und seinen Mineralien und Fossilien liegt auch ein international bedeutendes Denkmal der Erdgeschichte im Kulturpark www.hengist.at.
Die vier Gemeinden der Kleinregion liegen „rund um den Hengist“, daher gibt es eine starke Identifikation mit dem „Hengist“, der aus diesem Grund auch Namensgeber für die Kleinregion ist.